Mehr geben als nehmen? Beim Barcamp Schwaz funktioniert das tatsächlich.
- einfach.mike

- 20. März
- 2 Min. Lesezeit
Ich war beim Barcamp in der Wirtschaftskammer Schwaz im Rahmen der Tiroler Innovationswochen.
Moment, da stimmt was nicht: Ich war nicht Teilnehmer, ich war Teilgeber.
Ein Begriff, der schon viel über den Unterschied sagt.

Was das Barcamp Schwaz von 90 % aller Events unterscheidet
Normale Veranstaltungen kennst du:
Bühne vorne
Einer redet
Viele hören zu
Am Ende gehen alle heim
Und eigentlich hat sich nichts verändert
Was beim Barcamp anders ist.
Die Teilnehmer machen das Programm.
Halt, Stopp: Die Teilgeber.

Und genau das macht den Unterschied
Ich habe mein Thema mitgebracht, meine Produktentwicklung:
„Der Berg – ein Werkzeug für Menschen mit Verantwortung“.

Ich habe dafür keine fertige Präsentation, auch kein Hochglanz-Konzept.
Nur ein selbst gebastelter Tetraeder.
Und eine echte, offene Fragestellung.
Dann passiert etwas, das in klassischen Formaten fast nie passiert:
Du bekommst ehrliches Feedback.
Direkt. Ungefiltert. Konstruktiv.
Und plötzlich wird aus „Idee“ echte Weiterentwicklung
Was ich mitgenommen habe:
neue Perspektiven
kritische Fragen
konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung
Direkt anwendbar, weil von den Teilgebern (!) aus deren Praxis gedacht.
Und genau das ist der Punkt:
Hier wird gearbeitet.
Die Sessions, die hängen bleiben
Neben meinem eigenen Thema gab es einige richtig starke Inputs:
Der „Farbenbaum“ von Mirjam Utano – ein spannender Zugang, um Perspektiven sichtbar zu machen

Der „Farbenbaum“ von Mirjam Utano – ein spannender Zugang, um Perspektiven sichtbar zu machen Die Ideensammlung für Euregio-Projekte von Ines Leister – konkret, strukturiert, umsetzbar
Sehr offen, gut präsentiert und sehr ehrlich zu den Schwächen der jeweiligen Themen.

Organisation: stark. Aber…
Die Veranstaltung war top organisiert.
Location, Ablauf, Stimmung – wirklich gut.
Aber: Kein Kaffee in der Früh. geht gar nicht.
Und da hört sich der Spaß bei mir auf, das gibt Punkteabzug. 😉
Was mich wirklich überrascht hat
Die Qualität, Offenheit und die Bereitschaft, wirklich etwas zu teilen.
Das ist nicht selbstverständlich.
Denn Hand aufs Herz:
Viele Menschen gehen auf Events, um zu konsumieren.
Und eben nicht, um zu geben.
Der größte Denkfehler bei Innovation
Viele glauben, Innovation entsteht durch große Strategien, Prozesse oder Frameworks.
Bullshit.
Innovation entsteht dort, wo Menschen:
offen sprechen
ehrlich hinterfragen
gemeinsam denken
Und genau das passiert in so einem Format.
Warum ich solche Formate feiere
Weil sie eines klar machen:
Wissen allein bringt dich nicht weiter.
Austausch schon.
Und zwar echter Austausch.
Und weil es nicht so abläuft: „Ich zeig dir, wie toll ich bin.“
Sondern viel mehr: „Ich arbeite mit dir an etwas, das noch nicht fertig ist.“
Mein Fazit
Das Barcamp in der Wirtschaftskammer Schwaz war kein Event.
Es war ein Arbeitsraum, ein Denkraum, ein Raum, in dem Dinge entstehen.
Und genau deshalb funktioniert es.
Die unbequeme Wahrheit
Viele Veranstaltungen könnten sich davon etwas abschauen.
Weniger Bühne, weniger Glanz, mehr Beteiligung.
Weniger Input, mehr Austausch.
Jetzt bist du dran:
Wie erlebst du solche Formate?
Bist du eher:
Konsument?
oder Teilgeber?
Und stell dir ehrlich die Frage:








Kommentare