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Mehr geben als nehmen? Beim Barcamp Schwaz funktioniert das tatsächlich.

Ich war beim Barcamp in der Wirtschaftskammer Schwaz im Rahmen der Tiroler Innovationswochen.

Moment, da stimmt was nicht: Ich war nicht Teilnehmer, ich war Teilgeber.

Ein Begriff, der schon viel über den Unterschied sagt.


Veranstaltungsleiter Hans Renzler bei der Einführung ins Barcamp
Veranstaltungsleiter Hans Renzler bei der Einführung ins Barcamp

Was das Barcamp Schwaz von 90 % aller Events unterscheidet

Normale Veranstaltungen kennst du:

  • Bühne vorne

  • Einer redet

  • Viele hören zu

  • Am Ende gehen alle heim

  • Und eigentlich hat sich nichts verändert

Was beim Barcamp anders ist.

Die Teilnehmer machen das Programm.

Halt, Stopp: Die Teilgeber.

 

Session-Auswahl und Streams
Session-Auswahl und Streams

Und genau das macht den Unterschied

Ich habe mein Thema mitgebracht, meine Produktentwicklung:

„Der Berg – ein Werkzeug für Menschen mit Verantwortung“.

einfach.mike bei der Session "Der Berg - ein Werkzeug für Menschen mit Verantwortung" beim Barcamp
einfach.mike bei der Session "Der Berg - ein Werkzeug für Menschen mit Verantwortung" beim Barcamp

Ich habe dafür keine fertige Präsentation, auch kein Hochglanz-Konzept.

Nur ein selbst gebastelter Tetraeder.

Und eine echte, offene Fragestellung.

Dann passiert etwas, das in klassischen Formaten fast nie passiert:

Du bekommst ehrliches Feedback.

Direkt. Ungefiltert. Konstruktiv.

 

Und plötzlich wird aus „Idee“ echte Weiterentwicklung

Was ich mitgenommen habe:

  • neue Perspektiven

  • kritische Fragen

  • konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung

Direkt anwendbar, weil von den Teilgebern (!) aus deren Praxis gedacht.

Und genau das ist der Punkt:

Hier wird gearbeitet.


Die Sessions, die hängen bleiben

Neben meinem eigenen Thema gab es einige richtig starke Inputs:

  • Der „Farbenbaum“ von Mirjam Utano – ein spannender Zugang, um Perspektiven sichtbar zu machen

    Der „Farbenbaum“ von Mirjam Utano – ein spannender Zugang, um Perspektiven sichtbar zu machen
    Der „Farbenbaum“ von Mirjam Utano – ein spannender Zugang, um Perspektiven sichtbar zu machen

  • Die Ideensammlung für Euregio-Projekte von Ines Leister – konkret, strukturiert, umsetzbar

Sehr offen, gut präsentiert und sehr ehrlich zu den Schwächen der jeweiligen Themen.

 

Die Ideensammlung für Euregio-Projekte von Ines Leister – konkret, strukturiert, umsetzbar
Die Ideensammlung für Euregio-Projekte von Ines Leister – konkret, strukturiert, umsetzbar


Organisation: stark. Aber…

Die Veranstaltung war top organisiert.

Location, Ablauf, Stimmung – wirklich gut.

Aber: Kein Kaffee in der Früh. geht gar nicht.

Und da hört sich der Spaß bei mir auf, das gibt Punkteabzug. 😉

 

Was mich wirklich überrascht hat

Die Qualität, Offenheit und die Bereitschaft, wirklich etwas zu teilen.

Das ist nicht selbstverständlich.

Denn Hand aufs Herz:

Viele Menschen gehen auf Events, um zu konsumieren.

Und eben nicht, um zu geben.

 

Der größte Denkfehler bei Innovation

Viele glauben, Innovation entsteht durch große Strategien, Prozesse oder Frameworks.

Bullshit.

Innovation entsteht dort, wo Menschen:

  • offen sprechen

  • ehrlich hinterfragen

  • gemeinsam denken

Und genau das passiert in so einem Format.

 

Warum ich solche Formate feiere

Weil sie eines klar machen:

Wissen allein bringt dich nicht weiter.

Austausch schon.

Und zwar echter Austausch.

Und weil es nicht so abläuft: „Ich zeig dir, wie toll ich bin.“

Sondern viel mehr: „Ich arbeite mit dir an etwas, das noch nicht fertig ist.“

 

Mein Fazit

Das Barcamp in der Wirtschaftskammer Schwaz war kein Event.

Es war ein Arbeitsraum, ein Denkraum, ein Raum, in dem Dinge entstehen.

Und genau deshalb funktioniert es.

 

Die unbequeme Wahrheit

Viele Veranstaltungen könnten sich davon etwas abschauen.

Weniger Bühne, weniger Glanz, mehr Beteiligung.

Weniger Input, mehr Austausch.

 

Jetzt bist du dran:

Wie erlebst du solche Formate?

Bist du eher:

  • Konsument?

  • oder Teilgeber?

Und stell dir ehrlich die Frage:

Wann hast du das letzte Mal etwas eingebracht, statt nur mitzunehmen?

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