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Zeige mir deinen Arbeitsplatz und ich sage dir, wie es in deinem Kopf aussieht!

27. Aug.
5 Min. Lesezeit

Ich weiß.

Das klingt ein bisschen frech.

Vielleicht sogar anmaßend.

Aber je länger ich mit Unternehmern, Führungskräften und Teams arbeite, desto öfter stelle ich fest: Da ist verdammt viel Wahres dran.

Dabei geht es gar nicht darum, ob auf deinem Schreibtisch drei Kugelschreiber herumliegen oder deine Unterlagen alphabetisch sortiert sind.

Es geht um etwas anderes:

Dein Arbeitsplatz zeigt oft, wie viele offene Schleifen gerade in deinem Kopf herumfliegen.

Und manchmal ist der Schreibtisch dabei nur das sichtbarste Symptom.


Wenn der Schreibtisch zur Brandlast wird

Ich war einmal bei einem Kunden, dessen Schreibtisch vor lauter Zetteln, Unterlagen, Mustern und Dingen, die man „später noch brauchen könnte“, schon fast eine Brandlast dargestellt hat.

Ich habe mir das angesehen und gedacht:

Wie soll man bei so einem Arbeitsplatz noch wissen, was wichtig ist?

Die spannendere Frage war aber:

Wie sieht es gerade im Kopf dieses Menschen aus?

Die Antwort kam schnell.

Auch dort waren unzählige Themen gleichzeitig offen.

Kunden, Mitarbeiter, Entscheidungen, Baustellen, Ideen, Probleme.


Dinge, die irgendwann erledigt werden sollten.

Und natürlich die berühmten Dinge, bei denen man sich denkt:

„Das mache ich später.“

Dieses „später“ liegt irgendwann auf dem Schreibtisch.

Und im Kopf.

Und auf dem zweiten Bildschirm.

Und irgendwann weiß keiner mehr so genau, wo eigentlich angefangen werden soll.


Zeige mir deinen Arbeitsplatz und ich sage dir, wie es in deinem Kopf aussieht!
"Zeige mir deinen Arbeitsplatz und ich sage dir, wie es in deinem Kopf aussieht!"

„Nur das Genie beherrscht das Chaos.“

Ich mag diesen Satz.

Als Ausrede.

Denn irgendwann beherrscht das Chaos auch das vermeintliche Genie.

Das Problem an Unordnung ist nämlich selten die Unordnung selbst.

Das Problem entsteht, wenn sie Aufmerksamkeit kostet.


Wenn ich jedes Mal überlegen muss, wo etwas liegt, verliere ich Energie.

Wenn ich ständig zwischen zehn offenen Themen springe, verliere ich Fokus.

Und wenn ich als Unternehmer jeden Tag mit 27 offenen Gedanken in den Betrieb komme, wird irgendwann auch Führung anstrengend.

Dann fühlt sich alles wichtig an.

Und genau dadurch wird irgendwann gar nichts mehr richtig wichtig.

Dein Arbeitsplatz ist ein Spiegel

Ich kenne das übrigens auch von mir.

Es gibt Tage, an denen mein Arbeitsplatz aussieht, als hätte jemand während meiner Abwesenheit eine kleine Konferenz veranstaltet.

Unterlagen, Notizen, Laptop, Kaffeetasse, Bücher, Zettel.


Und mittendrin mein Versuch, konzentriert zu arbeiten.

Wenn ich dann meinen Schreibtisch anschaue, weiß ich meistens ziemlich genau:

„Mike, pass auf. Es ist gerade viel.“

Manchmal räume ich dann zuerst den Schreibtisch auf.

Und plötzlich wird auch der Kopf ruhiger.

Manchmal ist es genau umgekehrt.

Ich gehe spazieren, schreibe meine Gedanken herunter oder kläre eine offene Entscheidung.

Und danach räumt sich der Schreibtisch fast von selbst auf.


Innen und außen beeinflussen sich gegenseitig.

Was liegt eigentlich wirklich herum?

Genau deshalb kann ein Schreibtisch ein ziemlich guter Ausgangspunkt sein.


Nimm einen Stapel Papier.

Und frag dich:

Was davon brauche ich wirklich?

Was ist erledigt?

Was ist wichtig?

Was braucht einen konkreten nächsten Schritt?

Was kann weg?

Und was gehört eigentlich gar nicht hierher?

Plötzlich wird aus einem diffusen Haufen eine Reihe konkreter Entscheidungen.

Mit den Gedanken funktioniert es genauso:

Welche Themen beschäftigen mich gerade?

Welche Entscheidung schiebe ich vor mir her?

Welche Aufgabe wartet eigentlich nur darauf, dass ich sie endlich beginne?

Und vor allem:

Was davon musst eigentlich wirklich du machen?

Bei Unternehmern ist die Antwort erstaunlich oft:

Viel weniger, als sie glauben.

Ordnung ist kein Selbstzweck

Mir ist völlig egal, ob deine Stifte parallel zum Tisch liegen.

Ich will, dass du deine Arbeit leichter machen kannst.

Darum interessieren mich auch einfache Methoden wie 5S.

Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Dinge sollen einen klaren Platz haben, damit weniger gesucht, gefragt und herumgeräumt werden muss.


Das klingt nach Kleinkram.

Ist es aber nicht.

Ein paar Minuten Suchzeit.

Ein paar Minuten Rückfragen.

Ein paar Minuten Unterlagen zusammensuchen.

Ein paar Minuten, um herauszufinden, welche Version eines Dokuments eigentlich die aktuelle ist.

Multipliziert mit Mitarbeitern.

Multipliziert mit Arbeitstagen.

Multipliziert mit Jahren.

Plötzlich reden wir über richtig viel Geld.

Und noch wichtiger:

Wir reden über Aufmerksamkeit.


Ich bin dabei keineswegs der perfekte Ordnungs-Mensch

Ich kenne das Chaos.

Ich produziere es teilweise selbst.

Ich kenne diese Tage, an denen zehn Dinge gleichzeitig passieren und ich mir denke:

„Wie soll ich das alles bitte unterbringen?“

Und ich kenne Kunden, bei denen ich mir irgendwann denke:

„Wir haben das jetzt wirklich schon fünfmal besprochen. Warum liegt dieser Prozess immer noch genau so herum?“

Da kann ich durchaus verzweifeln.

Aber Veränderung wird meistens genau dort schwierig, wo Menschen glauben, sie müssten gleichzeitig alles lösen.

Müssen sie nicht.


Ein Problem nach dem anderen.

Eine Entscheidung nach der anderen.

Eine offene Schleife nach der anderen.

Das ist ziemlich genau das, was ich unter einfach.mike verstehe:

Komplexe Situationen so lange herunterbrechen, bis Menschen wieder wissen, was sie konkret tun können.


Und genau dafür kann ein Blick von außen helfen

Du kennst dein Unternehmen wahrscheinlich besser als jeder andere.

Du weißt, was funktioniert.

Du kennst deine Mitarbeiter.

Du kennst deine Kunden.

Du kennst die Geschichte hinter den Entscheidungen.

Und genau das kann manchmal zum Problem werden.

Denn wenn man jeden Tag mitten im Unternehmen steckt, sieht man irgendwann nicht mehr, was andere längst sehen.

Dann braucht es nicht unbedingt einen neuen Prozess.

Nicht die nächste Software.

Nicht noch eine Besprechung.


Was dein Schreibtisch dir heute sagen könnte

Schau dich einmal um.

Nicht kritisch.

Einfach ehrlich.


Was liegt herum?

Was wartet?

Was hat keinen klaren Platz?

Welche Dinge stehen hier, weil du sie irgendwann brauchst?

Und welche stehen hier, weil du dich noch nicht entschieden hast?

Dann stell dir eine zweite Frage:

Wie sieht es gerade in meinem Kopf aus?

Vielleicht passt das Bild erstaunlich gut zusammen.

Dann hast du bereits einen Ausgangspunkt.

Denn du kannst an beiden Seiten beginnen.

Du kannst deinen Schreibtisch aufräumen.

Du kannst Gedanken sortieren.


Einfacher wird es, wenn weniger herumliegt

Ich glaube inzwischen ziemlich fest daran, dass viele Menschen und Unternehmen gar kein Leistungsproblem haben.

Sie haben ein Überlastungsproblem.

Zu viele Themen.

Zu viele offene Schleifen.

Zu viele Abläufe.

Zu viele Dinge, die gleichzeitig Aufmerksamkeit wollen.

Zu viele lose Enden.


Und genau dort setzt meine Arbeit an.

Bei einfach.mike geht es häufig darum, sichtbar zu machen, was gerade unsichtbar Energie frisst.

Wir schauen gemeinsam auf den Betrieb.

Auf Führung.

Auf Zusammenarbeit.

Auf Prozesse.

Auf Entscheidungen.

Auf die Dinge, die immer schon so gemacht wurden.


Und manchmal eben auch auf den Schreibtisch.

Denn vielleicht ist dein Schreibtisch gar nicht das Problem.

Vielleicht zeigt er dir nur ziemlich ehrlich, wo dein eigentliches Problem gerade liegt.

Und wenn du beim Lesen denkst:

„Scheiße. Genau so schaut es bei uns gerade aus.“


Dann würde ich nicht mit einer neuen Methode anfangen.

Ich würde mit dir hinschauen.

Was liegt da eigentlich alles herum?

Und was davon brauchen wir wirklich noch?

Denn genau dort beginnt Veränderung.

Und manchmal entsteht dabei erstaunlich viel Platz für das Wesentliche.

Platz für Ordnung im Kopf und Klarheit für alles, was kommt.


Wenn du dabei einen Blick von außen brauchen kannst, melde dich gerne!


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