„Fasse den Schwanz des Leoparden nicht an. Aber wenn du ihn einmal angefasst hast, lass ihn nicht mehr los.“
- einfach.mike

- vor 1 Tag
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Der Spruch hängt bei uns daheim auf der Magnettafel.
Und keiner weiß:
Wer ihn hingehängt hat.
Woher er kommt.
Warum er da ist.
Aber ich sag dir was:
Dieser Satz ist gefährlich. Weil er dir keine Ausrede mehr lässt.
„Fasse den Schwanz des Leoparden nicht an.
Aber wenn du ihn einmal angefasst hast, lass ihn nicht mehr los.“
Klingt schon wieder wie ein netter Kalenderspruch.
Dabei ist er eine Kampfansage an dein Verhalten.
Und wenn du ihn wirklich ernst nimmst, dann bleibt nicht viel übrig von:
„Ich schau mir das mal an…“
„Ich probier’s einfach mal…“
„Ich fang mal an…“
Entweder du gehst rein.
Oder du lässt es bleiben.

Eine eindeutig belegbare Quelle gibt es nicht, ich hab sie jedenfalls nicht gefunden.
Aber:
Der Spruch taucht in verschiedenen Varianten in der afrikanischen und asiatischen Sprichwortkultur auf – oft im Zusammenhang mit Jagd, Risiko und Mut.
Ähnliche Aussagen finden sich auch in militärischen Kontexten oder bei Strategen:
Wenn du ein Risiko eingehst, dann richtig
Halbe Maßnahmen sind gefährlicher als gar keine
Die Logik dahinter ist universell:
Ein Leopard ist nicht gefährlich, wenn du ihn in Ruhe lässt.
Er wird gefährlich, wenn du ihn halbherzig provozierst.
Und jetzt wird’s unangenehm: Das hat mit dir zu tun
Du fasst jeden Tag Leoparden-Schwänze an.
Du startest Projekte, die du nie fertig machst
Du triffst Entscheidungen halb
Du gehst Dinge an… und ziehst sie nicht durch
Und wunderst dich dann:
Warum nichts vorangeht
Warum dich Dinge verfolgen
Warum du permanent unter Druck bist
Die drei Lektionen aus dem Leoparden-Satz:
1. Fang nicht an, wenn du es nicht fertig machen kannst
Klingt hart?
Ist es auch.
Aber schau dir deinen Alltag an:
Wie viele offene Baustellen hast du?
Wie viele Dinge „laufen noch“?
Wie viel Energie frisst genau das?
Studien zeigen: Offene Aufgaben erzeugen mentalen Stress – bekannt als Zeigarnik-Effekt.
Dein Kopf lässt dich nicht los, solange es nicht abgeschlossen ist.
Heißt: Jeder angefangene „Leopard“ kostet dich Energie.
2. Lass Dinge bleiben, deren Ausmaß du nicht verstehst
Das ist der Klassiker:
„Das kriegen wir schon hin.“
„So schlimm wird’s nicht sein.“
Doch, wird es. Meistens.
Gerade im Handwerk:
Ein kleiner Auftrag wird plötzlich zum Fass ohne Boden
Ein Kunde wird zur Dauerbaustelle
Ein Projekt frisst Zeit, Geld und Nerven
Weil du den Leoparden unterschätzt hast.
3. Wenn du ihn anfasst – zieh durch
Jetzt kommt der entscheidende Punkt:
Rückzug ist oft gefährlicher als Durchziehen.
Warum?
Weil du:
Vertrauen verlierst (bei Kunden, Team, dir selbst)
Chaos hinterlässt
Energie verschwendest
Die Forschung zu Commitment & Konsistenz (Cialdini) zeigt:
Menschen, die konsequent handeln, werden als verlässlicher wahrgenommen – und sind erfolgreicher.
Die Verbindung zu einfach.mike
Das ist genau das, was ich in meiner Arbeit sehe:
Chefs, die:
10 Dinge anfangen
3 halb machen
und am Ende nicht mal 1 fertig bekommen
Und dann sagen sie:
„Ich hab keine Zeit.“
Bullshit.
Du hast zu viele Leoparden angefasst.
Die unbequeme Wahrheit
Du brauchst bessere Entscheidungen.
Und die sehen so aus:
Weniger anfangen
Klarer entscheiden
Brutal konsequent umsetzen
Fazit: Fasse den Schwanz des Leoparden nicht an – oder geh all in
Dieser Spruch ist kein Witz, er wirkt wie ein Filter für alles, was du tust.
Wenn du es nicht durchziehen kannst – lass es.
Wenn du es anfängst – zieh es durch.
Alles dazwischen macht dich kaputt.
Jetzt mal ehrlich:
Welchen „Leoparden“ hast du gerade am Schwanz?
Und ziehst ihn nicht durch?
Triff eine Entscheidung:
Loslassen. Oder voll reingehen.
Und wenn du merkst, dass du ständig zwischen beidem hängst:
Dann lies den gesamten Blog Post nochmal.
Und dann: triff eine klare Entscheidung.
Fasse den Schwanz des Leoparden nicht an.
Oder wir machen das gemeinsam.




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