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Office in the Alps: Warum ich meine wichtigsten Projekte auf 1.700 Metern bespreche

vor 3 Tagen
3 Min. Lesezeit

Es gibt einen Ort, den ich seit meiner Kindheit kenne.

Die Naunz in der Kellerjochgruppe der Tuxer Alpen.

Im Winter bin ich dort mit den Ski unterwegs gewesen, im Sommer bin ich sie durchwandert.


Und heute treffe ich mich dort ein paar Mal im Jahr mit meinem Auftraggeber Markus – auf seiner Hütte, mitten in den Bergen. Wir nennen das OITA: Office in the Alps.

Klingt nach Auszeit. Ist es aber nicht. Es sind einige der produktivsten Stunden, die ich in meiner Arbeit als Berater erlebe.


Auf der Terrasse wird das Office in the Alps aufgeschlagen!
Auf der Terrasse wird das Office in the Alps aufgeschlagen!

Warum ausgerechnet am Berg, warum Office in the Alps?

Markus und ich kennen uns seit Ewigkeiten. Er ist derzeit Auftraggeber, aber vor allem ist er mein bester Freund. Und genau diese Kombination macht seine Hütte in der Naunz zum idealen Ort für die Themen, die wir dort besprechen.

Denn dort oben fällt vieles weg, was im Büroalltag automatisch mitläuft: das Telefon, das dazwischenfunkt, die Kolleginnen und Kollegen, die kurz vorbeischauen, der Blick auf die Uhr, weil der nächste Termin wartet.


Was bleibt, ist gute Luft. Eine Wahnsinns-Aussicht. Und die Offenheit, die es braucht, um ehrlich über Dinge zu sprechen, die im Büro oft unausgesprochen bleiben.


Dazu kommt die Verköstigung. Markus kocht auf offener Flamme, in einer eigenen Eisenpfanne mit einer strikten Pflegeanleitung ein Melchermuas. Eine einfache, nahrhafte Mahlzeit aus Butter, Mehl und Milch, wie sie früher die Melcher auf der Alm gekocht haben. Wer schon einmal so ein Muas gegessen hat, weiß: Danach redet man anders miteinander als nach einem Business-Lunch im Konferenzraum. Gemeinsam aus der Pfanne, jeder mit seinem Löffel.


Gechillt gesprochen - in bester Luft und noch besserer Aussicht!
Gechillt gesprochen - in bester Luft und noch besserer Aussicht!

Das Thema, das wir gerade am Berg bewegen

Aktuell geht es bei uns um einen echten Quantensprung im Unternehmen von Markus: Der Bereich Kundenservice wird professionalisiert. Mehr Manpower, neue organisatorische Strukturen, technische Weiterentwicklung – das ganze Programm.

Und genau das ist die Aufgabe, für die ich antrete: Verantwortung bewusst und richtig verteilen. Nicht irgendwie, sondern mit einer klaren Haltung dahinter.


Das ist eine echte WIN-WIN-WIN-Ausrichtung:

Die Kunden profitieren. Das Unternehmen profitiert. Und die Menschen im Unternehmen profitieren, egal ob Mitarbeitende oder Chef.


Was mich dabei immer wieder überrascht, ist, wie viel Energie freigesetzt wird, sobald die Menschen ein verständliches Bild vor Augen haben, für das es sich zu arbeiten lohnt. Wenn dieses Bild Zugkraft hat, dann müssen wir niemanden mehr überzeugen oder antreiben. Die Leute bringen ihre Gedanken, ihre Kraft und ihre Erfahrung von selbst ein. Und plötzlich macht die Arbeit an einem herausfordernden Thema allen Beteiligten Spaß.


Wahnsinns-Ausblick, oder?
Wahnsinns-Ausblick, oder?

Was ein Tag am Berg mit Führung zu tun hat

Ich glaube, große Veränderungen im Unternehmen brauchen genau das, was uns die Naunz schenkt: den Raum für eine ehrliche Betrachtung der Fakten. Und manchmal eben auch den ehrlichen Blick auf das, was neben den Fakten steht. Auf Gefühle, auf Befindlichkeiten, auf Wahrnehmungen, die im hektischen Alltag oft untergehen.


Wer nur auf Kennzahlen und Prozesse schaut, verpasst oft den entscheidenden Teil einer Veränderung. Die Menschen, die sie tragen sollen. Deshalb frage ich mich und meine Kunden bei solchen Gelegenheiten immer wieder: Wofür machen wir das eigentlich? Wofür diese neue Struktur, wofür diese neue Rolle, wofür diese Investition in Zeit und Geld? Solange die Antwort für alle Beteiligten stimmig ist, trägt das Projekt auch die schwierigen Phasen.


Mein Tipp für dich

Du musst nicht gleich auf 1.700 Meter fahren, um diese Wirkung zu erleben. Aber überleg dir, wo bei dir und deinem Betrieb der Ort sein könnte, an dem die wichtigen Gespräche wirklich stattfinden dürfen. Weg vom Schreibtisch, weg vom Tagesgeschäft, mit genug Ruhe und Offenheit für das, was gesagt werden muss.


Bei mir ist es die Naunz, ein Melchermuas und ein guter Freund, mit dem ich seit Jahren immer wieder an großen Themen arbeite. Bei dir ist es vielleicht ein Spaziergang, eine Autofahrt oder ein ruhiger Nachmittag ohne Handy. Die Form ist zweitrangig. Wichtig ist, dass du dir diesen Raum überhaupt gibst.


Die Hütte
Die Hütte

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