top of page

541 Matches, 50.000 Tennis-Minuten und eine Portion Lasagne – was ich beim TC Vomp über Unternehmen gelernt habe


Ich betreibe Sport.

Und ich unterstütze Sport.

Das klingt zunächst nach zwei verschiedenen Dingen.

Für mich gehört beides zusammen.


Beim Tennisclub Vomp bin ich Mannschaftsführer unserer Herren-45-Mannschaft und damit immer noch ziemlich aktiv auf und neben dem Platz.

Und wenn ich schon dabei bin, dann darf es auch ein bisschen mehr sein.


Heuer war wieder 5-Dörfer-Turnier in Vomp.

Von 7. bis 22. August 2026. Der TC Vomp war Gastgeber für eines der größten Tennisevents Westösterreichs. (Tennisclub Vomp)

Und spätestens wenn man einmal hinter die Kulissen schaut, merkt man:


Ein großes Turnier funktioniert verdammt ähnlich wie ein gutes Unternehmen.

Es braucht Vorbereitung.

Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Es braucht Leute, die über ihren eigenen Bereich hinausschauen.

Und es braucht den Moment, in dem alle begreifen:

Jetzt helfen wir zusammen.

541 Matches sind kein Kindergeburtstag

541 Matches.
Knapp 550 Nennungen.
Zwei Wochen Turnierbetrieb.

Da muss einiges zusammenspielen: Plätze, Spielzeiten, Spieler, Wetter, Verzögerungen, Absagen und natürlich die berühmte Tennis-Variable: Regen.

Die Turnierleitung muss trotzdem weiterarbeiten.

Ich bewundere die Ruhe, mit der unser Team das macht.

Chapeau!

Ich war heuer fünfmal Infrastruktur und einmal Lasagne

Ich könnte jetzt erzählen, wie toll ich als Sponsor bin.

Das wäre allerdings nur die halbe Wahrheit.

Denn bei einfach.mike gibt es eine etwas andere Sponsoring-Philosophie.

Geld geben reicht mir nicht.

Ich will auch mitarbeiten.


Heuer waren es beim 5-Dörfer-Turnier fünf Einsätze im Infrastruktur-Team, fünf Einsätze, bei denen wir uns um alles Mögliche rund um die Anlage gekümmert haben.

Und einen Einsatz im Küchenteam.

Dort habe ich 50 Portionen meiner mittlerweile ziemlich weltberühmten Lasagne gekocht.

Ich hoffe zumindest, dass sie weltberühmt ist.

Die Teller waren jedenfalls leer, die 50 Portionen verputzt!

 

Ich habe unter anderem die Visors für die Damen und Schildkappen für die Herren gesponsert.

Die Dressen unserer Herren 45+.

Trinkflaschen für die Jugend.

Lautsprecher für die Beschallung der Terrasse.

Und die Platznummerierungen.

Aber auch hier gilt für mich:

Wenn ich etwas sponsore, darf ich es ruhig auch selbst montieren.

Die Schlagwand war so ein Fall

Unsere Schlagwand hatte ein Problem.

Die Bälle verschwanden hinten.

Das war für die Spielerinnen und Spieler ziemlich lästig.

Also haben wir uns das angeschaut und eine einfache Lösung gebaut.

Entsprechend angebrachte Bleche sorgen heute dafür, dass die Bälle dort bleiben, wo sie hingehören.

Das klingt nach einer Kleinigkeit.

Ist es auch.


Aber genau solche Kleinigkeiten interessieren mich.

Nicht, weil ich besonders gerne Bleche montiere.

Sondern weil in Unternehmen oft genau dasselbe passiert:

Alle wissen, dass etwas nervt. Aber niemand nimmt sich die Zeit, wirklich hinzuschauen und zu fragen: Können wir das nicht einfach lösen?

Das ist übrigens ziemlich genau die Art, wie ich auch auf Unternehmen schaue.


„Zu Gast bei Freunden“ ist mehr als ein Spruch

Unser Obmann hat für das 5-Dörfer-Turnier eine klare Devise:

„Zu Gast bei Freunden.“

Ich finde, man merkt das.

Und zwar nicht nur auf dem Tennisplatz.

Die Gäste wollen essen, also gibt es Zillertaler Krapfen, Lasagne, Grillhendl und vieles mehr, beim Bier gibt es Augustiner vom Fass, die neue Terrasse wird zur Begegnungszone.


Und irgendwann während der zwei Turnierwochen gibt es die legendäre Player's Night.

Heuer inklusive Sturmböen.

Das hätte auch einfach ein Problem werden können.

Stattdessen standen irgendwann jede Menge Menschen unter den Zelten und hielten gemeinsam die Konstruktionen fest.


Eine Stunde lang oder länger?

Gäste aus anderen Vereinen.

Viele Hände über den Köpfen.

Alle gemeinsam gegen den Wind.


Ich fand das großartig.


Denn genau dort zeigt sich Zusammenhalt.

Wenn es läuft, kann jeder dabei sein.

Interessant wird es, wenn plötzlich etwas schiefläuft.

Dann zeigt sich, ob eine Gruppe wirklich eine Gemeinschaft ist.


Das ist übrigens genau eine Frage, die ich auch Unternehmern stelle:

Wo hilft gerade jemand außerhalb seines eigentlichen Aufgabenbereichs?

Und wo sagen Mitarbeiter nur deshalb „Dafür bin ich nicht zuständig“, weil sie gar nicht wissen, wofür sie eigentlich Verantwortung übernehmen dürfen?


„Viele Hände, schnelles Ende“

Mein Papa hat diesen Satz früher immer gesagt.

Vor allem nach irgendwelchen Feiern, wenn das Aufräumen anstand:

„Viele Hände, schnelles Ende!“

Ich habe den Satz verinnerlicht.

Und je länger ich Unternehmen begleite, desto mehr gefällt er mir.


Denn dort gilt eine leicht adaptierte Version:

Viele Köpfe, gute Ergebnisse.

Ein großes Problem wird kleiner, wenn mehrere Menschen daran arbeiten.

Ein großes Projekt wird machbar, wenn Verantwortung verteilt wird.

Eine schwierige Situation wird leichter, wenn jemand seinen eigenen Bereich verlässt und dort hilft, wo es gerade brennt.


Das 5-Dörfer-Turnier ist dafür ein ziemlich gutes Lehrstück.

Ich beschäftige mich beruflich mit Unternehmen, Führung, Strategie, Zusammenarbeit und Veränderung.


Und ich glaube an eine ziemlich einfache Sache:

Die besten Lösungen entstehen selten dort, wo einer alleine alles weiß.

Sondern wenn jemand erkennt, dass der Kollege nebenan gerade etwas weiß, das für das eigene Problem hilfreich wäre.

Und wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, obwohl es gerade nicht ausdrücklich in ihrer Stellenbeschreibung steht.

 

Das 5-Dörfer-Turnier 2026 ist Geschichte - und es gibt viel daraus für Unternehmen zu lernen!
Das 5-Dörfer-Turnier 2026 ist Geschichte - und es gibt viel daraus für Unternehmen zu lernen!

Drei Dinge, die Unternehmen vom Tennisplatz lernen können


1. Gute Vorbereitung macht dich wetterfest

Du kannst den Sturm nicht verhindern.

Du kannst aber vorher dafür sorgen, dass die Zelte ordentlich stehen.

Du kannst Spielpläne vorbereiten.

Du kannst Zuständigkeiten klären.

Du kannst Material bereitstellen.

Du kannst Abläufe definieren.

Dann bringt dich ein unerwartetes Ereignis weniger schnell aus dem Konzept.

Genau das sehe ich auch in Unternehmen.

Gute Vorbereitung bedeutet nicht, alles vorhersehen zu können.

Gute Vorbereitung bedeutet, für das Unvorhersehbare ausreichend stabil aufgestellt zu sein.


2. Schau auch einmal in Nachbars Garten

Während auf den Plätzen Tennis gespielt wird, passiert daneben jede Menge.

In der Küche.

An der Bar.

Bei der Turnierleitung.

Auf der Terrasse.

Bei der Platzpflege.

Beim Infrastruktur-Team.

Jeder Bereich hat seine eigenen Aufgaben.

Und trotzdem hängt alles zusammen.

Das gilt in Unternehmen genauso.

Der Vertrieb hat eine Herausforderung.

Die Produktion hat eine andere.

Die Buchhaltung sieht wieder etwas anderes.

Und manchmal sitzt die Lösung für das eigene Problem genau dort, wo man normalerweise gar nicht hinschaut.

Wer immer nur auf seinen eigenen Bereich schaut, sieht oft nur die Hälfte des Unternehmens.


3. Erkenne, wann Zusammenarbeit wichtiger wird als Zuständigkeit

Das ist vielleicht die wichtigste Lektion.

Es gibt Situationen, in denen die Frage „Wer ist dafür zuständig?“ völlig richtig ist.

Und es gibt Situationen, in denen diese Frage gerade völlig danebenliegt.

Wenn plötzlich ein Sturm kommt und die Zelte wegfliegen, interessiert es den Wind herzlich wenig, wem die Zelte organisatorisch zugeordnet sind.

Dann braucht es Menschen, die aufstehen und helfen.

Im Unternehmen ist es ähnlich.

Ein Kunde wartet.

Eine Maschine steht.

Ein Mitarbeiter braucht Unterstützung.

Eine wichtige Lieferung kommt nicht.

Ein Projekt gerät unter Druck.

Dann braucht es Menschen, die erkennen:

Jetzt müssen wir gemeinsam anpacken.

 

Wie ist das bei dir?

Vielleicht kennst du das aus deinem eigenen Unternehmen.

Ein Kunde wartet auf eine Antwort.

Der Vertrieb sagt: „Dafür ist die Technik zuständig.“

Die Technik sagt: „Wir warten noch auf den Einkauf.“

Der Einkauf sagt: „Dafür brauchen wir die Freigabe vom Chef.“

Und der Chef fragt sich am Ende:

„Warum landet eigentlich alles wieder bei mir?“


Genau da wird aus einer Zuständigkeitsfrage ein Führungsproblem.

Weil niemand, auch der Chef nicht, das große Ganze im Blick hat.


Die besten Lösungen entstehen selten dort, wo einer alleine alles weiß.

Sie entstehen, wenn Menschen miteinander denken.

Wenn jemand eine andere Perspektive einbringt.

Wenn jemand eine unangenehme Frage stellt.


Wenn jemand sagt:

„Schau einmal von außen drauf.“

Wenn jemand erkennt, dass der Kollege nebenan gerade etwas weiß, das für das eigene Problem hilfreich wäre.

Und wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, obwohl es gerade nicht ausdrücklich in ihrer Stellenbeschreibung steht.


Niemand muss alles machen.
Aber irgendjemand muss es machen.

Das ist auch eine ziemlich gute Beschreibung für funktionierende Unternehmen.


Genau deshalb ist Sport für mich mehr als Freizeit.

Und genau deshalb unterstütze ich meinen Verein.

Ich kann dabei gleichzeitig Tennis spielen, meine Mannschaft führen, Sponsoring machen, Lautsprecher montieren, Platznummern anschrauben, eine Schlagwand reparieren und 50 Portionen Lasagne kochen.

Und dabei lerne ich ständig etwas.

Über Menschen.

Über Führung.

Über Organisation.

Über Zusammenarbeit.

Über Verantwortung.

Und über mich selbst.


  • TC Vomp +45 Mannschaft
  • Platznummer 1
  • Doppelpartner und Schlummerbruder im Trainingslager: Obmann Walter
  • Die Damenmannschaften sind gut beHÜTEtet - und ich der Hahn im Korb!
  • Platznummer 2
  • Night-Session der Tennis-Jugend an der frisch renovierten Schlagwand
  • Abziehteppich - Aufhängung - einfach.machen
  • Platznummer 3
  • Kappln für die Tennisjugend
  • Schillappen für die Herren, Visors für die Damen - die Prototypen-Models glänzen!
  • Platznummer 4
  • Preisverteilung für die Jüngsten an der einfach.mike-Schlagwand


Eigentlich war das verdammt viel Arbeit.
Und gemeinsam war es trotzdem ziemlich leicht.

Das ist für mich Vereinsleben.

Das ist für mich Zusammenarbeit.

Und irgendwie ist das auch einfach.mike.


Mehr über den TC Vomp

Der TC Vomp informiert dort über Verein, Mannschaften, Jugend, Veranstaltungen und das 5-Dörfer-Turnier. Die Plätze werden während der Saison bei Schönwetter von 8 bis 22 Uhr betrieben; das Clublokal wird bei Events und Meisterschaftsspielen von Freiwilligen bewirtet. (Tennisclub Vomp)


Das 5-Dörfer-Turnier findet nicht jedes Jahr in Vomp statt.

Die fünf beteiligten Vereine sind TC Kolsass, TC Stans, TC Terfens/Vomperbach, TC Vomp und TC Weerberg veranstalten das jährlich im Kreis.

2026 war Vomp wieder der Gastgeber. (Tennisclub Vomp)



Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page