Weniger Beratersprech, mehr Klarheit: Was wir von Marike Frick über verständliche Kommunikation lernen können
Du bist gut in deiner Arbeit. Dir fehlt nur verständliche Kommunikation.
Du hast Erfahrung, kannst deinen Kund helfen und weißt, was du anbietest.
Doch wenn dich jemand fragt, was du genau machst, brauchst du plötzlich viel zu viele Worte.
Deine Website klingt professionell, aber irgendwie austauschbar. Deine Leistungen sind umfangreich, doch potenzielle Kund verstehen nicht sofort, was sie davon haben.
Wie erklärst du deine Arbeit so, dass andere Menschen ihren Wert erkennen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich Marike Frick.
Als ausgebildete Journalistin und Gründerin von „Was Journalisten wollen“ unterstützt sie Selbstständige dabei, ihr Angebot verständlich zu erklären und die richtigen Menschen damit zu erreichen.
Ich bin vor ungefähr zwei Jahren online auf Marike aufmerksam geworden.
Ihre Art zu kommunizieren hat mich sofort angesprochen: weniger gestelzte Formulierungen, weniger Fachsprache und mehr Klartext.
Ich habe an ihrem Programm „Populär!“ teilgenommen, meine Startseite überarbeitet, mein Angebot klarer beschrieben und mich intensiver damit beschäftigt, wen ich eigentlich erreichen möchte.
Das hat nicht alle Fragen beantwortet. Aber es hat mir geholfen, meine Arbeit verständlicher zu erklären und bewusster zu entscheiden, welche Angebote zu mir passen.
Deshalb spreche ich im einfach.machen Podcast mit Marike darüber, wie sie ihren eigenen Weg als Unternehmerin gefunden hat und was verständliche Kommunikation im Geschäftsalltag bewirken kann.
Vom Journalismus zum eigenen Unternehmen
Marike wollte ursprünglich Journalistin werden. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie für verschiedene Medien. Später veränderte sich ihre Lebenssituation – und damit auch ihr beruflicher Weg.
2016 startete sie „Was Journalisten wollen“. Aus einem Blog und einem Newsletter entwickelte sich Schritt für Schritt ein Unternehmen mit verschiedenen Angeboten rund ums Schreiben, die Pressearbeit und die Frage, wie Menschen und Unternehmen ihre Arbeit verständlich vermitteln können.
Ihre Geschichte zeigt:
Nicht immer steht am Anfang ein fertiger Geschäftsplan.
Manchmal entsteht eine Geschäftsidee daraus, dass jemand vorhandenes Wissen weitergibt und damit ein konkretes Problem löst.
Doch wie wird aus dem eigenen Können ein Angebot, das andere Menschen verstehen und für das sie bezahlen möchten?
Erkläre nicht alles, sondern das Wesentliche
Wer sich in seinem Fachgebiet gut auskennt, weiß oft sehr viel über die eigene Arbeit. Genau das kann es schwierig machen, sie einfach zu erklären. Man möchte nichts Wichtiges auslassen und verliert sich in Einzelheiten.
Für potenzielle KundInnen sind aber meist zuerst drei Fragen entscheidend:
Wobei kannst du mir helfen?
Was verändert sich dadurch für mich?
Warum sollte ich mit dir zusammenarbeiten?
Wer diese Fragen klar beantworten kann, macht es anderen leichter, das eigene Angebot einzuordnen.
Dafür braucht es nicht unbedingt neue Werbesprüche.
Oft hilft es, komplizierte Formulierungen zu streichen und konkret zu sagen, was man tut und wem man damit hilft.
Für mich war das ein wichtiger Schritt: Ich konnte mein Angebot klarer beschreiben und gezielter ansprechen, mit wem ich arbeiten möchte.
Zeig, was dich und deine Arbeit besonders macht
Viele Unternehmenswebsites klingen ähnlich.
Überall ist von Qualität, individuellen Lösungen und umfassender Betreuung die Rede.
Das mag professionell wirken, sagt aber wenig darüber aus, was die Zusammenarbeit tatsächlich besonders macht.
Persönlichkeit bedeutet nicht, das ganze Privatleben öffentlich zu machen.
Es geht darum, die eigene Haltung und Arbeitsweise erkennbar zu machen.
Wie gehst du an Probleme heran?
Was ist dir in der Zusammenarbeit wichtig?
Was können Kund von dir erwarten – und was nicht?
Solche Antworten helfen Menschen einzuschätzen, ob du zu ihnen passt.
Sie schaffen ein klareres Bild als allgemeine Versprechen.
Mich interessiert deshalb, wie Marike ihren eigenen Weg gefunden hat, verständlich und persönlich zu kommunizieren, ohne dabei an Professionalität zu verlieren.
Vom eigenen Können zum Unternehmen
Aus Marikes persönlicher Expertise ist ein Unternehmen mit einem Team geworden. Damit verändern sich die Herausforderungen: Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, gute Arbeit zu leisten, sondern auch Verantwortung zu teilen, Absprachen zu treffen und gemeinsam Qualität sicherzustellen.
Das ist eine Frage, die viele Selbstständige irgendwann beschäftigt: Wie kann ein Unternehmen wachsen, ohne dass jede Entscheidung an einer einzigen Person hängen bleibt?
Und wie gelingt es, die eigenen Werte nicht nur auf die Website zu schreiben, sondern sie auch im Alltag zu leben – gerade dann, wenn Zeitdruck, Kundenwünsche und wirtschaftliche Anforderungen miteinander konkurrieren?
Auch darüber möchte ich mit Marike sprechen. Denn ein Unternehmen aufzubauen bedeutet nicht nur, mehr Aufträge zu gewinnen. Es bedeutet auch, eine Arbeitsweise zu entwickeln, die langfristig funktioniert.
Sichtbar werden – auch im Zeitalter der KI
Marike teilt viel Wissen öffentlich, unter anderem über ihre Inhalte und ihren Podcast „Punktlandung“. Das wirft eine praktische Frage auf: Warum sollte ein Unternehmen Wissen kostenlos weitergeben, wenn es damit Geld verdienen möchte?
Hilfreiche Inhalte können Menschen zeigen, wie man arbeitet und welche Fragen man ernst nimmt. Sie helfen potenziellen Kund einzuschätzen, ob die eigene Herangehensweise zu ihnen passt. Nicht jedes Problem lässt sich damit lösen – aber der erste Schritt wird oft leichter.
Mit künstlicher Intelligenz lassen sich heute außerdem Texte und Ideen schnell erstellen.
Doch ein professionell klingender Text allein macht ein Unternehmen noch nicht unverwechselbar.
KI kann dabei helfen, Gedanken zu ordnen und erste Entwürfe zu erstellen.
Was das eigene Angebot besonders macht und welche Probleme die Kund tatsächlich haben, muss man trotzdem verstehen.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie schnell wir Inhalte erstellen.
Entscheidend ist, ob sie Menschen wirklich weiterhelfen.
Einfach machen heißt: den nächsten Schritt finden
Für mich bedeutet einfach.machen nicht, schwierige Themen oberflächlich zu behandeln.
Es bedeutet, das Wesentliche herauszuarbeiten und daraus konkrete Schritte abzuleiten.
Bei der Kommunikation kann das heißen, einen komplizierten Satz neu zu schreiben.
Bei der Entwicklung des eigenen Unternehmens kann es bedeuten, genauer zu entscheiden, wem man helfen möchte und welche Angebote dazu passen.
Beim Aufbau eines Teams geht es darum, Verantwortung so zu verteilen, dass gute Arbeit nicht an einer einzigen Person hängt.
Marikes Arbeit hat mir geholfen, meine eigene Kommunikation klarer zu gestalten. Im Podcast möchte ich mehr darüber erfahren, welche Erfahrungen hinter ihrem Weg stehen – vom Journalismus zum eigenen Unternehmen, von der persönlichen Expertise zum Team und von guten Inhalten zu einer verständlichen Botschaft.
Denn wer gute Arbeit leistet, sollte nicht daran scheitern müssen, sie verständlich zu erklären.
Jetzt reinhören:
Im einfach.machen Podcast spreche ich mit Marike Frick über ihren Weg als Unternehmerin, verständliche Kommunikation, den Aufbau eines Teams und die Frage, wie Unternehmen auch mit KI persönlich und unverwechselbar bleiben können.
Links zu allen gängigen Podcast-Plattformen wie immer unter dem Video
➡️ Soundlcoud: https://soundcloud.com/einfachmike
➡️ Deezer: https://deezer.page.link/xNhQUNY7BkApWZmv9




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