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Whataboutism. Und was ist mit Weihnachten?

Weihnachten.

Die Tage werden kürzer, die Familienrunden größer – und die Temperatur am Wohnzimmertisch steigt gefährlich an, noch bevor jemand den Ofen einheizt.


Weihnachten bedeutet Liebe, Kekse, Kerzen… und manchmal auch Diskussionen über Politik, Gesellschaft, Ernährung, Werte, Klimaschutz, Kontoführungsgebühren, Sport oder den Lieblingsspruch des Onkels, der schon seit 2013 falsch ist.


Und genau deshalb sprechen wir heute über Whataboutism.

Ein Wort, das klingt wie ein neuer Weihnachtstrend aus Amerika.

Ist aber eher das Gegenteil von „Stille Nacht“.


1. Warum Whataboutism gerade jetzt wichtig ist

Zu Weihnachten sitzt du Menschen gegenüber, die du liebst – und die du trotzdem nicht sehr viel öfter im Jahr triffst.


Du triffst Cousins, die du seit vier Jahren nicht gesehen hast, Onkel, die keine Filter kennen, und Tanten, die ein Gespräch über „Energiesparen“ in ein Gespräch über „die da oben“ verwandeln.


Und plötzlich bringst du sachlich ein Thema ein – und hörst:„Ja, ABER was ist mit…?“


💥 Willkommen im Whataboutism-Feuerwerk.


Ein Gespräch über ein Thema fliegt plötzlich in die Richtung eines komplett anderen Themas – weg vom Inhalt, hin zur Ablenkung.


Warum passiert das gerade an Weihnachten so oft?

Weil Familie Nähe = Emotion bedeutet.

Und Emotion sucht Abkürzungen.

Und Whataboutism ist die billigste Abkürzung von allen.


2. Was ist Whataboutism? Einfach erklärt.

Whataboutism ist, wenn du etwas ansprichst – und dein Gegenüber wechselt das Thema, um nicht antworten zu müssen.

Du sagst: „Ich versuche weniger Fleisch zu essen.“

Antwort: „Und was ist mit den ganzen Avocados? So nachhaltig sind die auch nicht!“


Du sagst: „Wir sollten fairer diskutieren.“

Antwort: „Was ist mit denen, die uns unfair behandeln?“


Das Muster ist immer gleich:

A sagt etwas über A.

B antwortet über Z.


Es klingt klug – führt aber nirgendwohin.

Die wunderbare Erklärung dazu stammt aus diesem Artikel hier 👇Quelle: Utopia – https://utopia.de/ratgeber/whataboutism-was-das-ist-und-wie-du-kontern-kannst_225861/


3. Wie du bei Whataboutism cool bleibst – und konterst (ohne Eskalation)

Hier ein paar einfach.mike-Weihnachtstipps:


Tipp 1: Thema zurückholen

„Stimmt, das ist interessant. Lass uns gern später darüber reden. Jetzt sind wir aber bei diesem Thema.“

Das ist höflich – und glasklar.


Tipp 2: Lass dich nicht hetzen

Bleib ruhig. Wenn jemand ausweicht, heißt das oft: Du warst nah dran.


Tipp 3: Stell eine Frage

„Wie hängt das mit dem zu tun, was ich gerade gesagt habe?“

Diese Frage entlarvt. Ganz ohne Streit.


Tipp 4: Fakten statt Feuer

Wenn du etwas weißt – sag es.

Wenn du etwas nicht weißt – sag es.

Beides ist okay.


Tipp 5: Gespräch beenden dürfen

Wenn’s schadet, nicht nützt: „Ich mag dich. Ich mag dieses Gespräch aber nicht.“

Das ist Stärke.


Weihnachtsziel: Gespräche führen, statt Schlachten schlagen.

Wir brauchen keine perfekte Harmonie.

Wir brauchen ehrliche Gespräche.

Respektvoll, neugierig, sanft.


Und wir brauchen:

Keine Ablenkungs-Tricks.

Kein Whataboutism.

Keine Nebelgranaten.


Weihnachten dürfen ruhig Tage sein, in denen Meinungen stehen bleiben dürfen, ohne dass jemand gewinnen muss.

Weihnachten darf friedlich sein – auch wenn nicht alles friedlich ist.


Und vielleicht (ich bin mir da aber sehr sicher) ist das die beste Form von einfach.machen:

Beisammensein, zuhören, beim Thema bleiben.


Frohe, klare, friedliche Weihnachten! 🎄✨

KI-Videos zum Blog Post "Whataboutism kontern" - für ein friedliches Weihnachtsfest 2025

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