Zwei Premieren pro Tag: Was ich beiM Sandvik Führungskräfte Training über gute Führung gelernt habe
Stell dir vor, du stehst am Montagmorgen vor einer Gruppe Führungskräfte - für ein Training.
Dein Skriptum ist frisch gedruckt, die Flipcharts sind vorbereitet und du hast keine Ahnung, ob dein Programm in vier Stunden aufgeht.
Nach dem Mittagessen geht es weiter.
Neues Thema, neue Übungen, neue Gesichter.
So habe ich die vergangene Woche bei Sandvik in Zeltweg erlebt.
Anstrengend? Absolut.
Würde ich es wieder so machen? Sowieso!
Wenn die Teilnehmenden selbst entscheiden
Sandvik und ich arbeiten schon lange zusammen.
Führungstrainings gab es bereits mehrmals.
Diesmal wollten wir etwas Neues ausprobieren.
Aus zwölf Modulen konnten die Mitarbeitenden und Führungskräfte selbst acht auswählen.
Die Idee dahinter: Es sollten genau die Themen auf den Tisch kommen, die sie in ihrem Arbeitsalltag wirklich beschäftigen. Training à la carte!
Für mich bedeutete das, acht Trainings komplett neu zu entwickeln.
Und wenn die Teilnehmenden selbst auswählen, was sie lernen wollen, gibt es wenig Ausreden. Dann muss das Angebot auch halten, was es verspricht.
Zwei Premieren am Tag
Von Montag bis Donnerstag standen täglich zwei vierstündige Trainings auf dem Programm. Jedes davon war für mich eine Premiere.
Natürlich hatte ich mich vorbereitet.
Trotzdem blieben Fragen:
Geht sich das alles in vier Stunden aus?
Sind die Übungen verständlich?
Kommen die Teilnehmenden ins Gespräch?
Und was passiert, wenn mein geplanter Ablauf trotzdem nicht passt?
Ich mag solche Herausforderungen.
Sie halten mich wach und erinnern mich daran, dass gute Trainings keine Einbahnstraße sind.
Die Teilnehmenden brachten ihre eigenen Erfahrungen ein, stellten kritische Fragen und machten die Übungen durch ihre Beispiele aus dem Arbeitsalltag oft noch wertvoller.
Mein wichtigstes Learning:
Gute Führung beginnt dort, wo Menschen mitdenken und mitgestalten dürfen.

Das gefragteste Thema: Führen ohne Chef zu sein
Besonders gefragt war das Modul „Führen ohne Position“. Wir haben es gleich zweimal angeboten. Insgesamt nahmen 24 Mitarbeitende teil.
Warum mich das freut?
Weil in Unternehmen ständig Menschen etwas bewegen müssen, ohne selbst Chef zu sein.
Ein Projektleiter braucht die Unterstützung anderer Abteilungen.
Eine Mitarbeiterin möchte eine Veränderung anstoßen.
Ein Kollege muss unterschiedliche Interessen zusammenbringen.
In solchen Situationen hilft es wenig, einfach Anweisungen zu geben.
Man muss andere überzeugen, zuhören, Vertrauen aufbauen und gemeinsam Lösungen finden.
Wer Menschen auch ohne formale Führungsposition für eine gemeinsame Sache gewinnen kann, macht einen echten Unterschied.
Genau das lässt sich lernen und trainieren.
Was die Rückmeldungen verraten
Die Feedbackbögen habe ich mit Neugier gelesen.
Besonders gefreut hat mich dieser Satz eines Teilnehmers:
„Dieses Training sollte allen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden!“
Andere lobten die praxisnahen Beispiele und die Diskussionen.
Auch das Feedback, ich sei als Trainer authentisch, habe ich gerne mitgenommen.
Wer täglich zwei neue Trainings durchführt, hat ohnehin wenig Energie, sich zu verstellen.
Der durchschnittliche Net Promoter Score lag über 60.
Diese Kennzahl zeigt, wie bereitwillig Teilnehmende ein Angebot weiterempfehlen würden - die Skala geht dabei von -100 bis +100.
Der Wert 60 entspricht also in etwa 80% unbedingter Weiterempfehlung.
Für ein neu entwickeltes Trainingsprogramm ist das ein schöner Start.
Fertig bin ich damit trotzdem nicht.
Ich möchte wissen, welche Übungen besonders hilfreich waren, wo Beispiele noch näher an den Alltag heranrücken können und was wir beim nächsten Mal besser machen.
Denn genau darum geht es: aus Rückmeldungen lernen und die nächste Runde noch besser gestalten.

Gute Führung ist Teamarbeit
In den vier Tagen kamen über 80 Teilnahmen an acht Modulen zusammen. Insgesamt durfte ich mehr als 50 Führungskräfte und Mitarbeitende kennenlernen.
Es waren intensive Tage.
Am Donnerstag war ich ziemlich leer, als ich das letzte Flipchart eingerollt hatte.
Dass ich mich ganz auf die Inhalte konzentrieren konnte, verdanke ich auch meiner Kollegin Elke. Sie hat die Organisation vor Ort hervorragend im Griff gehabt.
Und wer schon einmal eine Veranstaltung organisiert hat, weiß:
Wenn im Hintergrund alles funktioniert, können sich vorne alle auf das Wesentliche konzentrieren.
Genau das gilt auch für Unternehmen.
Gute Ergebnisse entstehen selten dadurch, dass eine einzelne Person alles im Griff hat.
Sie entstehen, wenn Menschen ihre Stärken einbringen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Was bleibt, wenn das Training vorbei ist?
Die Zusammenarbeit mit Sandvik beruht auf gegenseitigem Vertrauen und echter Wertschätzung. Dass wir das Trainingskonzept gemeinsam weiterentwickeln und im kommenden Jahr in ähnlicher Form wiederholen wollen, freut mich besonders.
Die eigentliche Wirkung zeigt sich für mich allerdings oft erst später.
Wenn mir jemand Wochen nach einem Training erzählt, dass eine neue Methode im Teammeeting hilft.
Wenn eine Führungskraft eine schwierige Situation plötzlich anders angeht.
Oder wenn sich die Zusammenarbeit im Team spürbar verbessert.
Dann weiß ich, dass etwas angekommen ist.
Ein gutes Training erkennt man nicht daran, wie viele Flipcharts vollgeschrieben wurden. Sondern daran, was Menschen danach anders machen.
Was bedeutet das für dein Unternehmen?
Vielleicht kennst du das: Du hast gute Leute im Team, aber die Zusammenarbeit könnte besser funktionieren.
Entscheidungen bleiben liegen, Veränderungen kommen nur schleppend voran oder Führungskräfte stehen ständig zwischen den Erwartungen verschiedener Menschen.
Dann hilft ein Training von der Stange oft wenig.
Ich entwickle Führungskräfte Trainings und Teamformate deshalb gemeinsam mit den Menschen, die später damit arbeiten. Wir schauen, was sie tatsächlich beschäftigt, wo es im Alltag hakt und was sie brauchen, um gemeinsam besser voranzukommen.
Manchmal geht es um Führung.
Manchmal um Zusammenarbeit. Manchmal darum,
Menschen für eine Veränderung zu gewinnen.
Und manchmal beginnt alles mit einer einfachen Frage:
Was müsste sich bei euch verändern, damit die Zusammenarbeit leichter wird?
Wenn du darüber nachdenken möchtest, melde dich bei mir. Wir schauen gemeinsam hin, sortieren die Themen und finden heraus, was für dein Unternehmen sinnvoll ist.
In Tirol sind wir grundsätzlich per Du. Und falls dir das nicht liegt, kann ich sie auch gerne einfach.siezen.





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